Fragen und Antworten rund um das Thema Ventilatoren!

Was passiert, wenn ein Ventilator nachts läuft?

Kann ich einen Ventilator nachts anlassen?

Ja, man kann den Ventilator an heißen Tagen auch nachts an lassen. Allerdings empfiehlt es sich den Ventilator auf kleinster Stufe zu stellen, um einen möglichst geringen Geräuschpegel zu erzeugen. Denn wer möchte in einem Orkan einschlafen 😉

Kann ich krank werden, wenn der Ventilator nachts an ist?

Jein. Hierbei kommt es drauf an, wie der Ventilator ausgerichtet ist und wie man nachts bei warmen Temperaturen schläft. Ist der Ventilator z.B. auf einen ausgerichtet und man schläft nur leicht bekleidet, kann folgendes passieren:

  • Auskühlen
    Beim Auskühlen verdampft im ersten Schritt der Körperschweiß auf der Haut. Durch die daraus entstehende Verdunstungskälte kühlt die Haut langsam ab. Der Körper erkennt dies aber bei einem leichten Luftstrom mit seinen Wärmerezeptoren nicht und erhöht deswegen auch nicht die Durchblutung. Die Muskulatur, die direkt unter der Haut liegt, kühlt dadurch auch ab und kann sich dann verspannen. Typische Beschwerde nach einer Nacht mit einem ungünstig ausgerichtetem Ventilator ist ein steifer Nacken.
  • Erkältung
    Der Luftstrom an sich sorgt nicht dafür, dass man erkrankt. Er sorgt eher dafür, dass die Schleimhäute im Hals-/ Nasenbereich austrocknen und sich dadurch Bakterien und Viren ein nisten können. Diese können sich dann dort vermehren und den Körper angreifen.

Wie setzt man einen Ventilator am besten zum Kühlen oder Heizen eines Raumes am besten ein

Kann ein Ventilator einen Raum kühlen?

Nein. Ein Ventilator kann keinen Raum abkühlen. Im Gegenteil in einem geschlossenen, isolierten Raum würde dieser den Raum langsam aber sicher aufheizen. Man hat zwar manchmal das Gefühl, dass er einem eine Abkühlung verschafft. Aber dies ist in gewisser Weise eine Täuschung. Durch den Luftzug verdunstet auf unserer Haut der Schweiß und wir spüren eine gewisse Kühle. Diese wird durch die Verdunstungskälte erzeugt und nicht durch den Ventilator.

Wenn der Raum gekühlt werden soll, benötigt man eine Klimaanlage. Der Ventilator sorgt „nur“ dafür, dass die Luft im bewegt wird.

Wie setzt man einen Ventilator abends im Sommer am besten ein?

Sobald die Außentemperaturen kühler sind als die Innentemperaturen in der Wohnung, sollte man zwei gegenüberliegende Fenster öffnen und den Ventilator einschalten. Dabei sollte der Ventilator so ausgerichtet sein, dass der Luftstrom die warme Luft aus dem Fenster heraus pustet. Diese Methode ist besonders an warmen Sommernächten wirkungsvoll, da draußen dann meistens kein Wind weht und die Aufgabe dann der Ventilator übernimmt.

Wie bekommt man die warme Luft von der Decke?

Hierzu kann man die Kippfunktion von einigen Ventilatoren sehr gut nutzen. Mit diesen kann man dann den Luftstrom gezielt in Richtung Decke lenken. Dabei wird die kühle Luft dann mit der warmen Luft vermischt und kühlt sie dadurch ab. Nach einer gewissen Zeit hat die Luft im Raum eine gleichmäßige Temperatur.

Wie setzt man einen Ventilator im Winter am besten ein?

Einen Ventilator kann man auch sehr gut im Winter einsetzen. Vor allem wenn man in einer Altbauwohnung wohnt und diese im Winter immer schnell kalt wird. Typischerweise dreht man dann die Heizung voll auf und hofft, dass es bald im Raum warm ist. Hierbei sorgt die Heizung, durch das aufheizen der kalten Luft am Boden, die dann aufsteigt für eine Luftzirkulation im Raum. Diese Luftzirkulation kann man mit einem Ventilator deutlich beschleunigen. Dabei richtet man den Ventiltor auf die Heizung aus und schaltet ihn ein. Die Luft, die dann am Heizkörper vorbeiströmt, wird durch diesen leicht erhitzt und im Raum schneller verteilt. In den ersten Minuten hat man vielleicht das Gefühl, dass dies nicht viel bringt, da sich die Heizung durch diese Aktion kühler anfühlt. Aber nach ca. 5 Minuten spürt man schon einen deutlichen Anstieg der Temperatur. Hierbei muss der Ventilator nicht unbedingt auf Stufe 3 stehen. Häufig reicht auch schon die kleinste Stufe um den Raum schnell aufzuwärmen.

Was passiert, wenn ein Ventilator nachts läuft?

Wie lange kann ein Ventilator laufen, ohne dass dieser einen Motorschaden bekommt?

Ein guter Ventilator hält mehrere Tausendstunden ohne Probleme durch. Hierbei macht es kaum ein Unterschied, ob er quasi 24 Stunden ununterbrochen läuft oder nur wenige Stunden am Tag. Hierbei spielen die Außentemperaturen in der Regel auch keine große Rolle, da der Motor, durch den Luftstrom des Ventilators, nicht überhitzen kann. In der Regel gehen nach mehreren Tausendbetriebsstunden die Lagerstellen des Ventilators oder der Schwenkmechanismus kaputt. Dies macht sich aber in der Regel schon lange vorher, durch laute Schleifgeräusche, bemerkbar und man würde sich vermutlich schon vorher einen neuen Ventilator kaufen.

Kann ein Ventilator unter allen Bedingungen eingesetzt werden?

Man sollte ihn nicht als Bootspropeller oder zum Verfeinern von Regentropfen benutzen 😉

Spaß beiseite. Ein Ventilator kann auch in einer schwül warmen Umgebung ohne Probleme eingesetzt werden.

Warum spürt man hinter einem Ventilator keine Zugluft?
Luftsog Ventilator

Ein Ventilator zieht seine Luft aus der gesamten hinteren Umgebung und drückt sie starkgerichtet nach vorne weg. Ein ähnliches Prinzip hat man beim Badewannablauf. Das Wasser welches durch den Ablauf fließt ist stark gerichtet und der Wasserdruck hinter dem Strahl ist deutlich zu spüren. Allerdings spürt man die Wasserbewegung in der Badewanne nur noch kaum und je weiter man sich vom Ablauf entfernt deso weniger spührt man die Wasserbewegung. Dies ist bei der Luft ähnlich, nur dass man die Luftbewegung viel schwächer wahrnimmt.